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MEWA Historie

Wie aus einer einfachen Idee ein europäischer Marktführer wurde

Eine Marke zeigt Präsenz - 2008-heute

Heute kann man unserem Mehrwegprinzip fast überall begegnen: Mehr als eine Million Beschäftigte tragen europaweit Kleidung von MEWA. Unsere Putztücher, Fußmatten, Schonbezüge, Waschraumartikel und Pinselwaschtische sind in Unternehmen in 23 Ländern in Gebrauch. Das nachhaltige Konzept des Textil-Managements findet bei Anwendern und auch ganz öffentlich Anerkennung: 2013 gehörte MEWA zu den Top 3 des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Produkte / Dienstleistungen“.

Nachhaltiges Handeln bestimmt auch heute stets unsere Entwicklung. So wird die Linie des familiengeführten Unternehmens weiter fortgeführt, auch nachdem die Inhaber des Unternehmens 2014 in Aufsichtsrat und Kuratorium gewechselt sind. Den Vorstand bilden heute die Leiter der Geschäftsbereiche Michael Kümpfel, Bernhard Niklewitz und Ulrich Schmidt zusammen, führungserfahren und seit vielen Jahren MEWA eng verbunden. Sie führen die Geschäfte im Sinne des Familienunternehmens und setzen erfolgreich die Strategie der nachhaltigen Expansion fort: Die Betriebe in Immenhausen, Hameln und Manching wurden erweitert, neue Betriebe entstehen in Saarlouis und in Weil im Schönbuch. In Remy und Prag eröffneten 2015 neue Umschlagplätze, einer weiterer in Rom ist in Planung. Damit investieren wir in die Zukunft. Nicht was morgen, sondern was übermorgen wichtig sein wird, ist das was uns motiviert, begeistert und antreibt.

2000-2008 Ein europäisches Unternehmen

Mit neuen Produkten werden im neuen Jahrtausend weitere Zielgruppen erschlossen. Unter anderem konzentriert MEWA sich verstärkt auf die Entwicklung hochspezialisierter Schutzkleidung und bringt eine völlig neue Generation der Hitze- und Flammschutzkleidung auf den Markt.

Bei der Pflege von Kleidung für Mitarbeiter in Lebensmittelproduktion und -handel wird die Berufskleidung gemäß RABC Hygieneanforderungen überprüft. Damit führt MEWA als erster Textildienstleister in Europa das RABC-System ein und arbeitet entsprechend der Norm 14065. MEWA beschließt, über Belgien, Frankreich und Österreich hinaus, in weiteren Nachbarstaaten nachdrücklich Präsenz zu zeigen.

Bereits 1996 hatten in der Schweiz und in Tschechien Gesellschaften ihre Tätigkeit aufgenommen. In der Nähe von Mailand wird ein Betrieb gebaut, um die italienischen Unternehmen direkt von Italien aus zu betreuen. In Spanien gründet die Unternehmensgruppe die MEWA Servicio Textil, S.L. In Frankreich nimmt 2007 eine produzierende Gesellschaft den Betrieb auf. Im Jahr 2008, zu unserem 100-jährigen Firmenjubiläum, arbeiten 4.115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 43 Standorten in Deutschland, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, in der Schweiz, in den Niederlanden, in Tschechien, Ungarn, Polen und in der Slowakei für MEWA.

1990-2000 Wachstum durch Qualität

1991 arbeiten mehr als 3.000 Mitarbeiter an 21 Standorten für MEWA. Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts war die Kundenzahl von 35.000 auf 82.000 gewachsen. Die Unternehmensgruppe wird in den neunziger Jahren umstrukturiert und in vier Geschäftsbereiche gegliedert.

Die Geschäftsführung übernehmen Tilman Damm für Marketing und Vertrieb, Klaus Jürgen Gerdum für Kunden und Organisation, Rudolf Küttelwesch für Technik und Produktion und Bernhard Niklewitz für den Bereich Unternehmensservice. Gabriele Gebauer und Rolf Beisse bilden den Vorstand. Der Kundenservice wird weiter verbessert: 1990 beginnt MEWA mit der Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagements und definiert als Unternehmensziel „Null Fehler wegen Unzufriedenheit oder Reklamationen“.

1992 erhält MEWA als erster Textildienstleister die Zertifizierung nach der internationalen Qualitätssicherungsnorm DIN ISO 9001. Die jahrzehntelangen Verbesserungen der Umwelttechnik werden 1997 offiziell bestätigt. Als Branchenerster wird MEWA nach ISO 14001 zertifiziert. Außerdem entschließt sich die Geschäftsführung, das Portfolio des Unternehmens zu erweitern. Mit dem Geschäftsbereich „MEWA Technischer Handel“ bietet das Unternehmen seinen Kunden ab Mitte der neunziger Jahre ein komplettes Sortiment an Artikeln für Arbeitsschutz und technischen Bedarf per Katalog zum Kauf an.

1978-1990 Umweltschutz geht vor Expansion

1980 ging bei MEWA mit der Enkelin des Firmengründers Hermann Gebauer, Gabriele Gebauer, und ihrem Mann Rolf Beisse die dritte Generation an den Start. Sie gaben Anfang der achtziger Jahre eine neue Denkrichtung vor: Wir wollen für unsere Kunden die Besten sein. Doch mit dem gleichen Engagement, mit dem der Dienstleistungsgedanke im Unternehmen umgesetzt wurde, widmeten sich die MEWA Techniker und Ingenieure dem Umweltschutz. Schon früh lautete die Devise der neuen MEWA Geschäftsführerin: Umweltschutz geht vor Expansion.

Bereits Mitte der siebziger Jahre installierte MEWA die erste in Eigenregie konzipierte Abwasseraufbereitungsanlage. Sie war richtungweisend für den Stand der Technik.

Besonders stolz waren die MEWA Ingenieure auf das ausgeklügelte System der Energieeinsparung. Neben der energetischen Verwertung des Recycling-Öls, gewonnen aus dem Reinigungsprozess in der Abwasseraufbereitung, wurden 1980 erstmals Wärmetauscher und Blockheizkraftwerke eingesetzt.

Mit dem Aufbau eines neuen Vertriebssystems wurde die Marktposition in Deutschland, Österreich, Belgien und Frankreich ausgebaut.

1960-1978 Berufskleidung im Full-Service

Mit zeitgemäßen Produkten, modernen Technologien und ersten Standorten im europäischen Ausland eroberte sich MEWA in den siebziger Jahren neue Märkte. Bereits seit 1961 steht Käthe Draub, Witwe des im zweiten Weltkrieg gestorbenen Sohns von Hermann Gebauer, an der Unternehmensspitze. Sie verlegte 1965 den Verwaltungssitz der Unternehmensgruppe nach Wiesbaden. Doch nicht nur der Firmensitz änderte sich, auch das Angebot wurde 1968 erweitert.

Berufskleidung im Textilservice. Die neue Geschäftsidee kam bei den Kunden gut an.

Mietberufskleidung im Servicepaket – das kannte man in Deutschland bisher nicht. Die Nachfrage war enorm. Ende 1969 kleidete MEWA über 10.000 Personen ein. Obwohl zum Beispiel die Wäscherei in Hameln anfangs im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr arbeitete, konnten die Aufträge kaum bewältigt werden.

Die industrielle Bearbeitung von Textilien im großen Stil begann: Die Wäschereien für Berufskleidung erhielten Wasch-/Schleudermaschinen, Trockner und Tunnelfinisher und konnten so eine kundengerechte Pflege gewährleisten. Wenige Jahre später ersetzten moderne Waschstraßen, Pressen und Trockner in den Putztuchwäschereien alte Gegenstromanlagen und Zentrifugen. Außerdem zog die EDV in Betriebe und Kundenbetreuung ein.

1974 wagte MEWA den Schritt ins Ausland und gründete einen Standort in Belgien. 1975 übernahm MEWA die österreichische Habsburg-Excelsior-Gruppe. 1978 wurde die Geschäftstätigkeit auf Frankreich ausgedehnt.

1945-1960 Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg

Nach dem zweiten Weltkrieg begann Hermann Gebauer von Nürnberg aus mit dem Wiederaufbau des Unternehmens. Die im Krieg größtenteils zerstörten Niederlassungen in Nürnberg, München, Neu-Isenburg, Mönchengladbach, Stuttgart und Hamburg wurden in kurzer Zeit wieder in Stand gesetzt und nahmen ihren Betrieb auf.

Alte Stammkunden wie die Reichsbahn, die jetzt Bundesbahn hieß, sowie die Volkswagenwerke meldeten sich zurück. Aber auch neue Kunden wie Zeitungsverlage interessierten sich für das MEWA Ersatzsystem.                                                                     Am Neujahrstag 1953 stirbt der Fabrikdirektor Hermann Gebauer im Alter von 75 Jahren. Nach seinem Tod übernimmt seine Frau Charlotte die Führung bei MEWA.

Im Jubiläumsjahr 1958 beschäftigt MEWA wieder 400 Mitarbeiter. Insgesamt werden in diesem Jahr 70 Millionen Putztücher gewaschen und ein Umsatz von 8,45 Millionen Mark erwirtschaftet. Gewebt werden die Tücher inzwischen in der MEWA Weberei am Standort Hameln.

1908-1945 Weben, waschen und ersetzen

1908 gründete der Kaufmann Hermann Gebauer die „Mechanische Weberei Altstadt GmbH“ in Ostritz-Altstadt bei Görlitz, Sachsen, mit 20 Mitarbeitern. Der Firmengründer bot eine vollkommen neue Dienstleistung an: MEWA produzierte Putztücher für die Reinigung von Maschinen und Anlagen. „Textilien weben, dann waschen und bei Verschleiß ersetzen“ lautete das Servicekonzept des jungen Unternehmens.

Für das Waschen der Putztücher fand der Firmengründer schnell kooperationsbereite Wäschereien, an denen er sich beteiligte. Später in den zwanziger und dreißiger Jahren folgten eigene Wäschereibetriebe.
Schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bestand wachsender Bedarf an Reinigungsmaterialien. Öle, Fette, Lösemittel und Farben machten den Arbeitern in den Maschinenfabriken, Eisen- und Stahlwerken das Leben schwer. Allzu oft noch wurden Maschinen fast ausschließlich mit alten Putzlumpen oder Putzwolle gereinigt. Nach Gebrauch kamen die triefenden Fetzen einfach in den Heizkessel. Eine Lösung, die nicht nur für industrielle Zwecke völlig ungeeignet war, sondern auf Dauer auch zu teuer. So setzte sich die Idee schnell durch.

Noch im Gründungsjahr konnte Hermann Gebauer seinen ersten Großkunden ins Auftragsbuch eintragen: die Königlich Sächsische Staatseisenbahn, das größte Unternehmen in Sachsen. Bereits 1909 mussten die Betriebsgebäude ausgebaut werden. Anfang der zwanziger Jahre liest sich das MEWA Auftragsbuch wie das „Who is Who“ der deutschen Wirtschaft. Neben der Reichsbahn stehen Namen wie Siemens, AEG, Bayer, Henschel oder Leuna-Werke auf den MEWA Putztüchern.

Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges gibt es in Deutschland und in Österreich 14 MEWA Betriebe. 1200 Mitarbeiter versorgen 18.000 Industrie- und Gewerbebetriebe im damaligen Reichsgebiet mit Maschinenputztüchern.